Der Anteil der Allergiker an der Gesamtbevölkerung steigt ständig. Rund 15 % der Deutschen sind inzwischen von Heuschnupfen betroffen: In der Allergiesaison leiden sie unter ständigem Fließschnupfen, Augenjucken und anderen Beschwerden. Eine Pollenallergie kann sich auch zu schlimmeren Erkrankungen wie Bronchialasthma auswachsen. Immer häufiger kommen zudem Allergien vor, die durch Hautkontakt mit bestimmten Stoffen ausgelöst werden.
Nur wer genau weiß, an welcher Art von Allergie er leidet, kann sich gezielt dagegen schützen. Für die Allergiediagnostik gibt es verschiedene bewährte Verfahren.

Vorteile eines Allergietests
  • Es lässt sich genau feststellen, durch welche Pollen, Tierhaare oder sonstigen Substanzen die Allergie verursacht wird
  • Der Patient kann – wenn möglich – die allergieauslösenden Stoffe meiden oder sich gezielt dagegen schützen
  • Der Allergietest bildet die Grundlage für dauerhafte Gegenmaßnahmen wie zum Beispiel eine Hyposensibilisierung
Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben: der Prick-Test

Eine Allergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe aus der Umwelt. Besonders häufig sind sogenannte Typ-I-Allergien. Hier wird die allergische Reaktion binnen Sekunden oder Minuten nach dem Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff ausgelöst. Verantwortlich dafür sind in der Regel Pflanzenpollen, bestimmte Tierhaare oder Hausstaubmilben. Mit dem Prick-Test (von englisch prick = Einstich) können Typ-I-Allergien festgestellt werden.

Meist wird der Prick-Test am Unterarm durchgeführt. Auszüge verschiedener allergieauslösender Substanzen werden unter die Hautoberfläche gegeben. Wenn an den entsprechenden Stellen nach etwa 20 Minuten Rötungen oder Quaddeln auftreten, kann darauf geschlossen werden, dass der Patient gegen den jeweiligen Stoff allergisch ist. Ausgehend vom Testergebnis können Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Kontaktallergien: der Epikutantest

Bei sogenannten Typ-IV-Allergien erfolgt die allergische Reaktion meist erst eine Weile, nachdem der Körper mit dem allergieauslösenden Stoff in Berührung gekommen ist. Zu diesem Allergietyp zählen zum Beispiel Kontaktallergien. Typisch sind Nickelallergien, die sich beim Tragen von Schmuckstücken zeigen, oder eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Kosmetika. Die Folge können Rötungen bis hin zu Entzündungen der betroffenen Hautregion sein.

Der Epikutantest untersucht die allergische Langzeitreaktion des Körpers. Dazu werden Pflaster mit Auszügen typischer allergieauslösender Stoffe über längere Zeit auf der Haut getragen, normalerweise bis zu 3 oder 4 Tage. Treten im Testzeitraum Rötungen, Schwellungen oder ein Juckreiz auf, lässt das auf eine Allergie gegen die jeweilige Substanz schließen. Der Patient weiß nun, mit welchen Stoffen er besser nicht in Berührung kommen sollte.

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